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Die Osterrieder Krippe in Aufstellungen von 2005 und 2009
Die Krippenfiguren mit Stall sind gefertigt vom akademischen Bildhauer Sebastian Osterrieder aus München (1864-1932).  Osterrieder gilt als Wiedererwecker der künstlerischen Weihnachtskrippen. Er war im Auftrag von Prinzregent Luitpold von Bayern im Jahre 1910 im Heiligen Land um Menschen und Gegenden zu studieren.
An die 100 Figuren hat Osterrieder entworfen. Die Vorbilder für die dunklen, scharfgeschnittenen Gesichter, für die wallenden  Beduienengewänder hat er in Palästina studiert, wie auch die Geburtshöhle und die Bauwerke nach Landessitte. Orientalische Pracht konnte Osterrieder vor allem in den Gewändern entfalten. Er hüllte seine 20 bis 30 cm großen Figuren in farbenfrohe Stoffe. Die Körper formte er um Drahtgestelle mit einer selbst erfundenen Modelliermasse aus Leim, Gips, Hasenleim und Kreide, die er "französischen Hartguß" nannte. Anschließend wurden die Figuren kaschiert, das heißt mit in Leimwasser  getränkten Stoffen bekleidet und bemalt. Dank dieser Technik konnte er sie außerordentlich detailliert gestalten. Teilweise wurden ihnen Glasaugen eingesetzt, um sie noch "lebendiger" wirken zu lassen.

Osterrieder schuf Krippen für die Dome zu Linz/Österreich, Freising, Luxemburg, Bellerville, Cleveland, Mexiko, Pioria, Uppsala, die Nürnberger Hauptkirchen, Zweibrücken, Paderborn, Altötting, Landshut, die Anima zu Rom und für viele Kirchen und Klöster, so auch für den Gartlberg. Bilder mit Klick vergrößern!

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